Between sunnflowers and two hundred new faces

Ich bin angekommen. Zumindest ein Teil von mir ist angekommen. Der andere schwebt noch immer irgendwo in der Welt des noch-nicht-verarbeiteten und scheint nicht wirklich daran interessiert zu sein, diese zu verlassen.

Vor sechs Tagen begann tatsächlich mein UWC-Abendteuer. Wenn ich jetzt an den Beginn meiner Reise zurückdenke, scheinen Wochen vergangen zu sein. Verrückt. Von meiner Reise sind nur noch bruchstückhafte Erinnerungen in meinem Kopf. Die Gesichter meiner Schwestern, wie sie am Zugfenster stehen und winken, der Bus auf dem Frankfurter Flughafen, meine Sitznachbarin auf dem Flug nach Charlotte, die Zollbeamten, das Gewitter über Charlotte, die Erleichterung bei meiner Ankunft in Albuquerque. Und dann wie ein Hammerschlag endlich ein grosses UWC-USA Schild. All die aufgeregten und müden Gesichter der neuen firsties. Dann die Busfahrt durch das dunkle New Mexico und mein erster Blick auf das hell erleuchtete Schloss auf dem Campus. All die überdrehten second-years, die uns in Empfang nahmen…die Aufregung und Erleichterung, tatsächlich auf dem Campus zu sein…und dann endlich ein Bett. Ein bisschen stolz bin ich schon, dass ich meine erste grosse Reise ganz alleine geschafft habe! 

Die ersten zwei Tage verbrachte ich auf dem Campus. Wir haben eine ziemlich strenge Tagesplanung aber dazwischen bleibt doch immer etwas Zeit, um die wunderschönen, sonnendurchfluteten Räume zu bewundern, sich zu verlaufen und an jeder Ecke jemandem zu begegnen und sich vorzustellen. Bis Ende August haben wir firsties orientation week. Das heisst jeder Tag ist bis zum Rand gefüllt mit verschiedenen Aktivities, Workshops und Meetings rund um UWC. Dazu gehörte auch ein dreitägiger Trip nach Philmont in ein Boy Scout Center zum Kennenlernen. Auf der zweistündigen Busfahrt (in einem richtigen gelben amerikanischen schoolbus!!) sah ich zum ersten Mal, in welch wundervollen Umgebung ich hier gelandet bin. Die Landschaft von New Mexico ist schrecklich schön. Ebenen mit Steppengras und einzelnen, kleinen, grünen Büsche und Bäume erstrecken sich bis zum Horizont. Dazwischen spriessen überall wilde Sonnenblumen aus dem Boden. Ab und zu sieht man eine Herde weidende Antilopen zwischen dem dürren Steppengras. (Ich hatte leider weder mein Handy noch meine Kamera dabei aber ich werde versuchen an Fotos zu kommen!)

Jetzt bin ich seit zwei Tagen wieder auf dem Campus und finde mich immer besser zurecht. Ich nenne es noch nicht wirklich mein zu Hause aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es das irgendwann sein wird.

So viele Menschen haben mir vom UWC als ein Ort where magic happens erzählt. Ich glaube ich habe schon ein bisschen von dieser Magie entdeckt. Wenn immer ich mein Zimmer verlasse, öffnet sich mir eine Welt, in der man nie weiss was als nächstes passiert und wenn man nur offen und spontan ist passieren die wundervollsten Dinge.

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